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Jugendliche fuhren auf Sportwagen ab PDF Drucken E-Mail

Von unserem Redaktionsmitlgied Bernhard Müller

„Es war wirklich faszinierend und beeindruckend“: So lautete die einhellige Meinung von Teilnehmern am FN-Fun-Jugendprojekt „Von Jugendlichen für Jugendliche“ nach dem Rundgang. Als besonderes Schmankerl und Anerkennung für ihr großes Engagement waren sie von den Fränkischen Nachrichten und der Landeszentrale für politische Bildung zu einer Fahrt nach Neckarsulm zur Audi AG eingeladen. Hier hatten sie die Gelegenheit, nicht nur das imposante Audi Forum zu besichtigen, sondern auch hinter die Kulissen der Produktion des Sportwagens R8 zu blicken.

Die 15 Jugendlichen in Begleitung von FN-Redakteur Bernhard Müller und Wolfgang Berger, Landeszentrale für politische Bildung, der noch zwei Gymnasiasten aus Stuttgart als Gäste mitgebracht hatte, wurden von Petra Stallmann, Pressesprecherin Standort Neckarsulm, im Audi Forum empfangen. Sie lobte die „tollen Projekte“, welche die Jugendlichen auf die Beine gestellt haben, und wünschte „viel Spaß bei der Besichtigung der Manufaktur unseres Supersportwagens R8“. Begrüßt wurden die Jugendlichen auch von FN-Chefredakteur Dieter Schwab, der sich über die rege Beteiligung freute.

Und dann konnte der Rundgang durch die „heiligen Hallen“ beginnen. Geführt wurde die Gruppe von Michael Morris, Mitarbeiter im Werksführerteam bei Audi. Er gab zunächst einen interessanten Einblick in die Entstehung des Werks in Neckarsulm, das 1873 von Christian Schmidt einst als Strickmaschinenmanufaktur in Riedlingen gegründet worden war, 1880 dann nach Neckarsulm umzog. Heute erstreckt sich das Audi-Werk auf einer Fläche von rund einer Million Quadratmetern, von denen mehr als 90 Prozent bebaut sind. In Neckarsulm befinden sich die Produktion der Modelle A4 Limousine, Audi A5/S5 Cabriolet, Audi A6 (Limousine, Avant und allroad) A7 sowie Audi A8, A8L und A8 hyprid. Bei der hundertprozentigen Audi-Tochter quattro GmbH werden die Modelle Audi R8 und R8 Spyder, R8 GT und R8 GT Spyder gefertigt.

Und die letzteren Modelle standen auch im Mittelpunkt des Interesses bei der Besichtigung. Einen tollen Vorgeschmack auf diese rasanten Sportwagen bot sich den Besuchern bereits im zweiten Stock des Audi Forums. Hochglanzpoliert in Silber war dort ein R8 zu bewundern, der zum 100-jährigen Bestehen des Werks als unverkäufliches Unikat produziert worden war.

Dann konnten sich die Jugendlichen in der Produktion ein Bild davon machen, mit welchem Aufwand und höchster Präzision die Luxuswagen hergestellt werden, die alle nur auf Bestellung montiert werden. Wer nun gedacht hatte, dass alles vollautomatisch abläuft, sah sich getäuscht. „Denn bei der Produktion des R8 sind bis zu 75 Prozent Handarbeit gefragt“, wie Michael Morris erläuterte.

Heute sei die Marke mit den vier Ringen weltführend in Sachen Alu- und Leichtbauweise. Das schlage sich auch bei der Karosserie des R8 nieder, die je nach Modell gerade mal zwischen 214 und 240 Kilogramm wiege. Während die Motoren rund 380 Kilogramm auf die Waage bringen.

„Es ist ein logistisches Meisterwerk, das bei der Produktion der Autos geleistet wird“, unterstrich Morris. Dies konnte man beim Blick auf die Produktionsabläufe nur bestätigen. Zirka ein Kilometer elektrische Leitungssysteme werden in einem R8 verlegt, weit über 5000 Einzelteile werden eingebaut. Und das alles jeweils unter strengsten Kontrollen und Prüfungen, wie der Werksführer deutlich machte.

So entstand beim Gang durch die Produktionsstätte nach und nach das Bild, wie sich dieser Sportwagen mit Hochpräzision Stück für Stück zusammenfügt, ehe am Ende die Reifen aufgezogen werden können und die Wagen erneut einem Test unterzogen werden. Momentan werden 13 Modelle des R8 pro Tag produziert.

Sechs Jahre Präzisionsarbeit mündeten erst kürzlich in ein stolzes Jubiläum: Mitte Juli lief in der Neckarsulmer Manufaktur der 20 000. Audi R8 vom Band. Der sphärenblaue R8 GT Spyder mit 560 PS ging an einen deutschen Kunden.

Als nächster Höhepunkt der Modellreihe soll der Audi R8 e-tron folgen. „Mit dem ersten rein elektrisch angetriebenen Audi beginnt eine neue Ära am Standort“, heißt es in einer Presseinformation.

Dass es sich hier um exklusive Autos handelt, das wurde die jungen Besucherinnen und Besucher spätestens deutlich, als sie auch die Preise genannt bekamen: Je nach Modell und Ausstattung kann man rund 120 000 bis über 200 000 Euro „locker“ machen.

Nicht nur die Preise beeindruckten die Gäste, sondern die Führung insgesamt. „Das war echt cool und interessant“, äußerte sich ein Jugendlicher nach der Führung, die mit Applaus bedacht wurde.

Im Anschluss an die Besichtigung der Manufaktur gab es noch Gelegenheit, sich das Audi Forum näher anzuschauen. Hier sind derzeit Original Tourenwagen der DTM zu bestaunen wie auch die Ausstellung „Frauen und Autos“.