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„Haben ein richtig gutes Ergebnis erzielt“ PDF Drucken E-Mail

Von unserem Redaktionsmitglied Bernhard Müller

„Wir haben ein richtig gutes Ergebnis erzielt. Wir können mit ruhigem Gewissen sagen, die drei Gruppen des FN-Jugendprojekts können jetzt loslegen.“ Diesen Startschuss gab FN-Chefredakteur Dieter Schwab gestern am Ende der letzten Jurysitzung, die im Sitzungssaal des Rathauses stattfand. „Es wurde ein schöner Erfolg erzielt, der vor allem dem großen Engagement der Jugendlichen zu verdanken ist“, zollte auch Oberbürgermeister Stefan seine Anerkennung.

Zuvor waren die drei Projekte – ein Dirt Park für Mountainbiker in Reicholzheim, ein Freizeitplatz mit Strandfeeling auf dem Wartberg und die Hangover-Bar im Jugendhaus – nochmals vorgestellt und auf ihren aktuellen Stand hin überprüft worden.

„Die Jugendlichen scharren mit den Füßen“, machte Dieter Schwab deutlich, dass die Projektteilnehmer nun endlich loslegen möchten, nachdem sie viel Engagement für ihre Vorhaben aufgewendet haben. Denn einige der Jugendlichen hätten schon konkret mit den Arbeiten begonnen. Wichtig sei vor allem, dass die Frage der Trägerschaft und Betreuung geklärt worden sei. „Es ist toll, was hier insgesamt geleistet wurde. Es gibt keinen Verlierer, alle haben gewonnen“, so Schwab.

„In den Pfingstferien wollen wir mit dem Bau des Dirt Parks auf dem Gelände des MSC Reicholzheim anfangen“, sagte Rico Krank als Vertreter der Projektgruppe, die den ersten Preis beim FN-Jugendprojekt „Von Jugendlichen für Jugendliche“ gewonnen hat.

Ein Landwirt aus Reicholzheim stelle einen Teil der nötigen Erde zur Verfügung. Zudem wolle man Werkzeuge anschaffen und auch einen kleinen Schuppen für Geräte errichten. Als Termin für die mögliche Einweihung des Dirt Parks habe man den Jugend-Motocrosslauf des MSC Ende Juni ins Auge gefasst.

Unterstützung konnte hier JuryMitglied Michael Althaus zusagen. Er wird sich dafür einsetzen, dass die Jugendlichen einen vorhandenen Bauwagen zur Unterbringung der Geräte nutzen können.

Auf einem guten Weg ist auch die Gruppe „Los Suenos“, die am Wartberg einen Freizeitplatz mit Strandfeeling einrichten will. Jessica Stang berichtete, dass man zwei Anträge für Fördergelder bei der EU und bei der Jugendstiftung des Landes gestellt habe. Zur Finanzierung trage zudem ein Beitrag der Sparkasse Tauber-Franken bei und der Erlös aus einer Faschingsfeier, welche die Gruppe veranstaltet hat. Die Hütte habe man schon bei der Firma Spessart-Holz ausgesucht. Auch für die Erdarbeiten reiche das bisher vorhandene Geld aus. Für den Sand und die Bänke fehlten aber noch Mittel. „Doch wir hoffen, dass wir das Geld erhalten“, so die Schülerin.

Wie Jury-Mitglied Renate Gassert, Vorsitzende des Stadtteilbeirats Wartberg, ergänzte, habe die Gruppe einen Bauleiter gefunden. Zudem erklärte sich eine Baufirma vom Wartberg bereit, die Erdarbeiten zu übernehmen. Der Bürgerverein habe sein Placet gegeben, einmal in der Woche den Müll zu entfernen. Mit den Nachbarn würden im Vorfeld Gespräche geführt, um sie über das Projekt zu informieren. Auch wenn noch nicht alle Details geklärt sind, sei hier ebenfalls der Start möglich, betonte Schwab.

„Die Vorarbeiten zur Umsetzung des Projekts Hangover-Bar im Jugendhaus sind geleistet“, erklärte Markus Landeck, Leiter des Jugendhauses, in Vertretung der verhinderten Gruppenmitglieder. In rund 60 Stunden Eigenleistung seien Wände und Decken gestrichen worden. Unterstützung gab es dabei vom Förderverein, der die Gelder für die Farbe und Werkzeuge vorgestreckt habe. Nun gehe es darum, den Raum mit einem Fußboden und Möbeln auszustatten. Die Öffnungszeiten und die damit einhergehende Betreuung werden in einem dreistufigen Plan aufgebaut. In der ersten Stufe solle die Hangover-Bar mittwochs und freitags von 18 bis 21 Uhr beziehungsweise von 18 bis 22 Uhr parallel zur Öffnungszeit des Jugendhauses für die Besucher zur Verfügung stehen. „Die Hangover-Bar ist ein ergänzendes Angebot zum Jugendhaus“, betonte Landeck. Es sei wichtig, dass die Aufsicht gewährleistet sei, betonten in diesem Zusammenhang Birgit Väth und Hubert Sadowski.

„Meine Hochachtung gilt allen Jugendlichen für ihren großen Einsatz“, unterstrich Wolfgang Berger von der Landeszentrale für politische Bildung, die zusammen mit der Stadt Wertheim das FN-Jugendprojekt unterstützte. Hier hätten sich Jugendliche im bestens demokratischen Sinn für ihre Interessen eingesetzt, um gemeinsam etwas bewegen zu können.

„Die Jugendlichen haben viel Ideenreichtum und auch Durchhaltevermögen gezeigt“, würdigte OB Mikulizc nochmals deren Engagement. Es seien viele beteiligt gewesen, damit am Ende „etwas Gutes herauskommt“.

Ausdrücklich erwähnte der OB auch das Engagement von Markus Landeck und Uwe Schlör-Kempf, Kinder- und Jugendbeauftragter bei der Stadt. Sie hätten mit dazu beigetragen, die Projekte voranzutreiben. In Namen der Jury dankte Birgit Väth ebenfalls allen Jugendlichen für ihren Einsatz.

Seine Anerkennung sprach Dieter Schwab am Ende der Sitzung der Landeszentrale für politische Bildung sowie der Stadt Wertheim und dem Gemeinderat für ihre Unterstützung aus. Ohne starke Partner könne man ein solches Projekt nicht umsetzen. Auch den zahlreichen Sponsoren dankte der Chefredakteur für ihr großes Engagement. „Aus meiner Sicht spricht nun nichts mehr dagegen, die Sponsoren zu bitten, die Mittel zur Verfügung zu stellen“, so Schwab.

Grünes Licht für die Umsetzung der FN-Jugendprojekte wurde gestern am Ende der Jurysitzung gegeben, die im Rathaussaal stattfand.