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Hangover-Bar nimmt sichtbar Gestalt an PDF Drucken E-Mail

Von unserem Redaktionsmitglied Bernhard Müller

Das FN-Jugendprojekt Hangover-Bar im Jugendhaus (wir berichteten mehrfach) nimmt sichtbar Gestalt an. Derzeit sind Katharina Otto, Herta Albrecht und Julia Jesser mit großem Fleiß dabei, den dafür im Untergeschoss des Jugendhauses vorgesehenen Raum zu streichen und ihm damit ein neues und ansprechendes Outfit zu verpassen. „Die Jugendlichen sind hoch motiviert und mit Eifer bei der Sache“, betont der 38-jährige Markus Landeck, Leiter des Hauses der Jugend und Vereine in der Luisenstraße.

Und den drei Jugendlichen macht es sichtlich Spaß, die Räumlichkeit auf Vordermann zu bringen. „Wir sind froh, dass wir den Raum für unser Projekt bekommen haben und sind jetzt fleißig dabei, ihn neu zu streichen“, erklären die drei Mädchen im Alter von 16 und 17 Jahren.

Geplant ist, in dem Zimmer im Untergeschoss eine Karaoke-Lounge einzurichten. Nach den Vorstellungen der Jugendlichen kann man sich hier gemütlich treffen, chillen und miteinander quatschen. Auch für Getränke – antialkoholische versteht sich – wird gesorgt.

„Der Raum ist eine sehr gute Variante“, sagt Markus Landeck, der das Projekt mit Engagement unterstützt. Denn ein Bandproberaum liegt direkt nebenan und kann so bei Bedarf mitgenutzt werden. Ein Schlagzeug und eine Gitarre gibt es bereits. Eventuell könnte man noch einen Bass oder ein Keyboard anschaffen. Damit wäre musikinteressierten Jugendlichen die Chance gegeben, sich hier musikalisch auszuprobieren. Aber auch Bands könnten den Raum anmieten, so Landeck.

Kombinationsmöglichkeiten

Zudem bestehe die Möglichkeit, Mottopartys oder Veranstaltungen mit lokalen Bands anzubieten. Dazu stehe das Soundcafé im ersten Obergeschoss zur Verfügung. „Damit ergeben sich interessante Kombinationsmöglichkeiten. Mit dieser Idee wurden somit drei Möglichkeiten unter einen Hut gebracht“, wie der Jugendhausleiter informiert.

Das Zimmer im Untergeschoss, in dem die Hangover-Bar eingerichtet werden soll, war früher der Werkraum der Edward-Uihlein-Schule, später wurde er als Lagerraum des Jugendhauses genutzt. Da hatte sich auch einiges angesammelt, das bei der jüngsten Sperrmüllabfuhr von den drei Jugendlichen und dem Jugendhausleiter entsorgt wurde. Schließlich musste Platz geschaffen werden – nicht nur, um streichen zu können. Denn der Raum soll auch neu möbliert werde, damit sich die Besucherinnen und Besucher hier wohl fühlen.

Zunächst mittwochs von 18 bis 21 Uhr und freitags von 18 bis 22 Uhr soll die Hangover-Bar geöffnet haben. Je nach Resonanz könnte man in einer zweiten Stufe die Öffnungszeiten am Freitag auch um zwei Stunden ausdehnen. „Während dieser Öffnungszeiten des Jugendhauses Soundcafé stehen die Jugendsozialarbeiter der Einrichtung mit Rat und Tat zur Seite“, so der Leiter.

In einer dritten Stufe wäre eine Öffnung der Hangover-Bar auch am Samstag denkbar. Hier müsse aber eine mögliche Betreuung noch ausgelotet werden. Vorstellbar sei ein „Housekeeper“, der eine reibungslose Nutzung der Räumlichkeit gewährleistet und als Ansprechpartner für die Gruppen zur Verfügung stehen könnte.

Es sei „aber nicht ganz einfach, eine solche Aufsichtsperson zu finden“, räumte Markus Landeck ein, ohne jedoch damit die Hoffnung und Motivation der Jugendlichen im Vorfeld enttäuschen oder untergraben zu wollen. Die lassen jedoch in keiner Weise in ihrem Engagement nach, denn bereits am Donnerstagnachmittag ist die nächste „Streichrunde“ angesagt.